Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik: Jahrestagung „41 Jahre Frederik“, 27.-29. Oktober 2023 im Wuppertaler Logenhaus

Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik: Jahrestagung „41 Jahre Frederik“, 27.-29. Oktober 2023 im Wuppertaler Logenhaus

Herzlich willkommen zum Rückblick auf die 41. Jahresversammlung der Freimaurerischen
Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg, die vom 27. bis zum 29. Oktober 2023 in Wuppertal stattfand. Inmitten der ehrwürdigen Mauern des Wuppertaler Logenhauses und der Johannisloge „Zur Bruderkette im Wuppertal“, kamen zahlreiche Brüder und Schwestern zusammen, um in einer herzlichen und ausgewogenen Atmosphäre, die von brüderlicher Verbundenheit geprägt ist, sich über die weit zurückliegende Herkunft und die Lehren der Freimaurerei auszutauschen.


Trotz kürzlich erfolgter Einschränkungen im Logenhaus, konnte ein warmes und einladendes Ambiente geschaffen werden, welches von den Teilnehmern mit großer Wertschätzung aufgenommen wurde. Das Gefühl des Wohlbefindens und die positive Resonanz der Gäste zeugten von der gelungenen Bewahrung des charakteristischen Charmes des Hauses, welches einen (perfekten) Rahmen für die Tagung bot.

Großer Saal im Logenhaus Wuppertal
Foto: Jean-Pierre S.

Tag 1: Freitag, der 27. Oktober 2023

Die Teilnehmer trafen aus allen Richtungen Deutschlands und Oslo nach und nach im Logenhaus Wuppertal ein. Bei gedecktem Kaffee und Kuchen, serviert in den stilvollen Räumen des Hauses, hätte es herzlicher nicht sein können. Klaus Bettag, Vorsitzender von der Freimaurerischen Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg begüßte herzlich die Gäste.

Eröffnungsvortrag

Um 16:00 Uhr eröffnete Redner Helge Björn Horrisland aus Oslo die Vortragsreihe mit seinem tiefgründigen Beitrag über „SD-Major Erich Ehlers – den Schreibtisch-Täter, der die ‚Freimaurerfrage‘ lösen sollte“.

Auszug:

Helge Bjørn Horrisland
SD-Major Erich Ehlers
Der Schreibtisch-Täter, der die „Freimaurerfrage“ lösen sollte.

In einer Geschichte der Großloge von Österreich kann man
lesen: Am 12. März 1938, als der SD (Sicherheitsdienst) in
die Logenräume in der Dorotheergasse eindrang, leitete
diese Aktion „ein gewisser Erich Ehlers aus dem SD-
Hauptamt“ in Berlin.

Erich Ehlers war einer der vielen
deutschen Sicherheitspolizeioffiziere, die auftauchen,
wenn wir über die wichtigen Ereignisse in der Geschichte
der Freimaurerei der NS-Zeit sprechen. Aber wie bei den
meisten seiner Kollegen sind außer sein Name nur wenige
Informationen erhalten geblieben.

Generell wissen wir
wenig über jene Personen in den Diensten des NS-
Regimes, die für die umfassendste Verfolgung der
Freimaurerei in ihrer Geschichte verantwortlich waren.

Die Darstellung zog eine Linie von historischen Ereignissen zu aktuellen Fragestellungen und regte zu einer intensiven Diskussion an. Die Aussprache im Anschluss ließ jeden Teilnehmer mit neuen Erkenntnissen sowie Einsichten zurück, was genau der Zweck solch eines Austauschs ist.

Gemeinsames Beisammensein

Als der Abend hereinbrach, lud das warme Licht des Clubraumes die Teilnehmer zu einem exquisiten Buffet ein. Liebevoll vorbereitet und reichhaltig bestückt, bot es eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten, die jedem Geschmack gerecht wurden. Zwischen den Bissen feiner Speisen und dem Genuss auserlesener Weine fand sich Zeit für ruhige Gespräche und gemeinsames Schmunzeln.

Fotos: Jean-Pierre S.

Tag 2: Samstag, der 28. Oktober 2023

Die Morgenstunden begrüßten die Teilnehmer mit einer ruhigen Einkehr. Das Eintreffen war geprägt von einer erwartungsvollen Euphorie, auf die bevorstehenden Vorträge. Um 10:00 Uhr eröffnete Edgar Müller aus Ahrensburg die Tagesordnung mit einem Vortrag über „Nettelbladts Redaktion der Kapitel-Akten 1832“.

Auszug:

Edgar Müller
Nettelbladts Redaktion der Kapitelakten 1832

Nettelbladts Redaktion der Kapitelakten in der Zeit von 1826-1832 basierten maßgeblich auf den vorhandenen Eckleffschen Akten und den schwedischen Akten der ersten Redaktion von Carl von Södermanland aus dem Jahr 1780.

Übersetzt wurden sie vom schwed. Hofprediger Freese.

Als Voraussetzung dafür wurde das Berliner Kapitel als Großes regierendes Kapitel in Berlin zuerst äußerlich, später auch innerlich als solches gestaltet.


1826, zur 50-Jahr-Feier des Gr. Reg. Ordenskapitels, wurden die ersten Ritterkommandeure mit dem Roten Kreuz geweiht und das Gr. Reg. OK vollständig ausgestattet war. Daraus können wir erkennen, dass unser Orden rituell komplett, beginnend mit den Höchsten Graden, von oben nach unten neu aufgebaut und strukturiert wurde; die revidierten Johannisgrade traten als letzte Abteilung erst 1846 in Kraft.


C. F. W. Nettelbladt I, man achte auf das RK, noch ohne Krone, mit
sog. Interimskette, die Bezeichnung stammt noch aus der Zeit der
interimistischen Kapitelakten, weil die Eckleffschen Akten in den
höheren Graden unvollständig waren.

Mittagspause: Nahrung für Körper und Geist

Nach dem Mittagessen, das eine angenehme Unterbrechung bot, setzte sich das Programm fort. Boris Kosak trat als nächster Redner auf und gab einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Bezeichnungen im Freimaurerorden. Er betonte die Wichtigkeit dieser Begriffe für das Verständnis der Rituale und erläuterte ihre historischen Hintergründe sowie ihre praktische Relevanz.

Auszug:

Boris Kosak
Die drei Aspekte der Ordenslehre

I. ZUR GESCHICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER BEGRIFFE
Im heutigen Vortrag beanspruche ich nicht, das angekündigte Thema vollständig zu erläutern – dafür ist es einfach viel zu umfangreich. Stattdessen werde ich einen kurzen Überblick über die in unserem Freimaurerorden vorkommenden Bezeichnungen für die möglichen Aspekte präsentieren, unter welchen wir alle Symbole unserer Rituale
betrachten können. Auch werde ich auf ihre geschichtlichen Ursprünge eingehen und eine mögliche Anwendung anbieten, die uns vor allem auch praktisch nützlich werden kann.

Diese Betrachtungsweisen bleiben immer ein Angebot und sollen immer als ein solches verstanden werden, damit wir, um es mit den Worten des Ordens+Meisters aus der aktuellen Zirkelkorrespondenz-ausgabe zum Ausdruck zu bringen, „nicht durch Selbsteinengung den nationalen und internationalen Diskurs beschädigen“
(Uwe Matthes: Ansprache zum 56. Johannismeister Seminar, ZK Oktober 2023, S. 537)


Im beliebten Leitfaden für die Johannes-Lehrlinge von Br. Otto Hieber lesen wir die folgenden Zeilen

„Die Sinnbilder des Ordens können nach einer dreifachen Weise aufgefasst und gedeutet werden, nämlich im moralischen, historisch und mystischen oder freimaurerisch-wissenschaftlichen Sinne. Die moralische Bedeutung bezieht sich auf das sittliche Streben des Menschen, die historische auf die Menschheit und ihre Entwicklung, und die wissenschaftliche auf die tiefste freimaurerische Erkenntnis von dem Weltganzen und von den höchsten Dingen.

Nachmittagsprogramm: Vielfalt der Erkenntnis

Der Nachmittag war gefüllt mit einer Reihe von Vorträgen, die einen tiefen Einblick in verschiedene Aspekte der freimaurerischen Lehre gewährten. Bruder Boris Kosak aus Hamburg brachte mit „Die drei Aspekte der Ordenslehre“ Licht in die komplexen Schichten der freimaurerischen Philosophie.

Nach einer erneuten Kaffeepause, die auch die Gelegenheit bot, sich auszutauschen und zu entspannen, folgte Bruder Robert Matthees ebenfalls aus Hamburg mit einem Vortrag über „Freimaurerei im Lichte der Ideengeschichte ihrer Zeit“, der die Teilnehmer dazu anregte, die historische Dimension der Freimaurerei in den Kontext moderner Gedankenströme zu stellen.

Auszug:

Robert Matthees
Freimaurer im Licht der Ideengeschichte ihrer Zeit

Meine lieben Geschwister, vielen Dank für die Einladung zu eurer Tagung. Ich möchte besonders der gastgebende Loge gratulieren für die schönen Räumlichkeiten und die gelungene Organisation vor Ort.

Uns Freimaurerinnen und Freimaurer verbindet ein common myth, eine gemeinsame, erlebbare Erzählung, die uns irgendwie verbindet.1 Wie sich das Erlebnis und die Wirkung derselben im Laufe der Zeiten gewandelt hat, das ist mein Thema. Wenn wir genau hinschauen, sind es sogar mehrere Komponenten, die in bedeutungstragenden Schichten zusammentreffen. Durch sie werden Erlebnisse in den verschiedenen Spielarten der
Freimaurerei, in den verschiedenen Freimaurereien, ermöglicht.

— Den Plural habe ich mir bei Br. Manuel Pauli abgeschaut, an dieser Stelle herzliche Grüße nach Berlin. Der Plural hilft mir, die Vielfalt der Landschaften besser zu fassen. — Was ich mit “verschiedenen Schichten” und “Erlebnisse ermöglichen” meine, das wird gleich deutlich werden.

Abendessen: Ein Fest der Gemeinschaft

Das Abendessen fand im Restaurant „Atelier“ statt und bildete einen geselligen Abschluss des Tages. In einem Ambiente, das sowohl Intimität als auch Offenheit ausstrahlte, genossen die Teilnehmer die sorgfältig zubereiteten Speisen und die Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages in privater Runde zu teilen. Es war ein Moment, in dem die Bande der Brüderlichkeit und Schwesternschaft gestärkt wurden.

Ausblick auf den letzten Tag

Als der zweite Tag zu Ende ging, war die Vorfreude auf den Abschlusstag greifbar. Die Erwartungen waren hoch, und die Bereitschaft, sich noch tiefer in das freimaurerische Gedankengut zu vertiefen, war bei allen Anwesenden deutlich spürbar.

Tag 3: Sonntag, der 29. Oktober 2023

Der letzte Tag der 41. Jahresversammlung der Freimaurerischen Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg brach an, und mit ihm kam die Zeit des Abschlusses und der Vorausschau.

Der Vormittag mit zutreffenden Worten

Der Sonntagmorgen begann mit einem Vortrag von Jan Snoek aus Heidelberg. Seine Ausführungen über das „Andreas-Medaillon der Schottenloge L’Union, Berlin, von 1743“ verbanden die Teilnehmer mit einem wesentlichen Stück freimaurerischer Geschichte und Tradition.

Auszug:

Dr. Jan Snoek
Das Andreas-Medaillon der Schottenloge „L’Union“,
Berlin, von 1743

Die Entdeckung
Im April 2023 entdeckte Br. Frank Mielke im aktuellen Katalog eines Kölner Auktionshauses dieses Medaillon.

Beschreibung im Katalog

Emailanhänger der Andreasloge
14 kt Rotgold. Ovale Medaillonform beidseitig dekoriert mit feinem Maleremail. Recto Andreaskreuz in grünem Transluzidemail mit ziseliertem Goldrelief des gekreuzigten Heiligen vor stilisierter Landschaft mit Terrainstreifen.

Verso emblematische Darstellung mit goldradiertem Stern mit hebräischem „Jehova“ auf gekreuzten Tempelsäulen, Devisen-Umschrift „dulcia post amara“ (das Süße nach dem
Bitteren).

Feststehende àjour gesägte Anhängeröse mit profiliertem Ring. Nicht gestempelt. H 3,3 cm. Gewicht 13,53 g. Wohl Fromery, Berlin, um 1750.

Prof. Dr. Jan Snoek

Mitgliederversammlung:

Um 11:00 Uhr begann die jährliche Mitgliederversammlung, ein zentrales Ereignis, bei dem die Vereinsrechtlichen internen Angelegenheiten der Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg besprochen wurden. Die zu besprechenden Punkte umfasste die Begrüßung durch den Vorsitzenden, diverse Berichte, sowie die Planung für die nächste Jahresversammlung.

Zum Abschluss der offiziellen Tagung:

Das Schlusswort von Peter S., dem Vereinsvorsitzenden der wuppertaler Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“, bildete einen passenden Abschluss und die Gelegenheit Dank der Jahresversammlung auszusprechen.

Zusätzlich in seiner Rede führte er noch die Teilnehmer zurück in das Jahr 1933, indem er einen Brief eines Bruders aus der Zeit des Dritten Reichs präsentierte, der die damaligen Hoffnungen und das tragische Scheitern der Freimaurerei unter dem Nationalsozialismus beleuchtete. Peter S. erinnerte an eine ähnlich dunkle Phase, die die Loge vor 25 Jahren erlebte und die erst vor anderthalb Jahren überwunden wurde. Er betonte die Widerstandsfähigkeit und den Mut der Brüder, die sich daran erinnerten, dass die wahre Stärke der Loge in den Herzen ihrer Mitglieder liegt. Seine eindringlichen Worte mahnten zur beständigen Pflege dieses inneren Tempels und zur fortwährenden Arbeit und Kommunikation, welche die Grundpfeiler der freimaurerischen Gemeinschaft darstellen.

In Anlehnung an eine bischöfliche Weihezeremonie schloss er mit einem Aufruf zum Handeln: zu bedenken, was getan wird, die Handlungen der Versammlung im Leben nachzuahmen und das Leben in das freimaurerische Geheimnis zu stellen. Diese Worte verstärkten das Bewusstsein für die Bedeutung der freimaurerischen Arbeit und die Notwendigkeit, das Erbe der Freimaurerei lebendig zu halten und in den Alltag zu integrieren.

Auszug:

Peter Schlösser
Worte für den Heimweg

Liebe Schwestern, liebe Brüder!
Zum Schluss der Veranstaltung gestatten Sie mir bitte, einige Worte an Sie zu richten. Zunächst möchte ich Ihnen ein zeitgenössisches Dokument vorstellen, den Brief eines 3WK-Bruders an die Mitglieder seiner Wuppertaler Loge aus dem Jahr 1933.

Die in diesem Brief angedeuteten Absichten, Freimaurerei unter dem
Nationalsozialismus gestalten zu können, haben sich nicht entfalten können. Eine Zeit später wurden die Logen zerschlagen. Es begann eine dunkle Zeit.


< Verlesen des Briefes >


Warum spreche ich heute davon?
Nun auch diese Loge hat ihre dunkle Zeit erlebt. Ganze 25 Jahre ist das her. Und mit anderthalb Jahren abgewendet werden.


Lassen wir unseren Blick ins Weite schweifen, so müssen wir erkennen, dass sich solches aktuell an verschiedenen Orten in unserem Land zu wiederholen scheint. In beiden die uns betreffenden Fällen haben sich Menschen, Brüder, gefunden und sich daran erinnert, dass Loge in uns selbst, in unseren Herzen gestiftet, d.h. gegründet worden ist. Wie ein Haus einer beständigen Pflege bedarf, so will auch Loge, der Tempel in uns und um uns gut behandelt werden. Das bedeutet Arbeit. Und in Kommunikation miteinander zu gehen. Wo das gelingt vermag sich der freimaurerische Geist immer wieder neu zu entfalten

Der Vorhang fällt

Mit dem Ende des offiziellen Programms verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander, erfüllt von neuen Erkenntnissen und inspiriert von den Erfahrungen der vergangenen Tage. Die Jahresversammlung schloss mit einem Gefühl der Dankbarkeit und der Vorfreude auf die Fortsetzung der gemeinsamen freimaurerischen Reise.

FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu der Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik e.V. zu Flensburg:

Wie kann ich Mitglied der Freimaurerischen Forschungsgemeinschaft Frederik zu Flensburg werden?

Interessierte finden hier genaue Einzelheiten zur Mitgliedschaft.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Beitrittsprozess haben, können Sie sich gerne über das dortige Kontaktformular persönlich mit der Forschungsgemeinschaft Frederik in Verbindung setzen.

Was ist die Jahrestagung der Freimaurerischen Forschungsgemeinschaft Frederik?

Die Jahrestagung der Freimaurerischen Forschungsgemeinschaft Frederik ist ein jährliches Treffen, das sich der Erforschung und Diskussion der freimaurerischen Geschichte, Lehre und Tradition widmet. Es versammelt Mitglieder und Interessierte aus ganz Deutschland und darüber hinaus, um Vorträge zu hören, Forschungen auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen.

Wann und wo fand die 41. Jahrestagung statt?

Die 41. Jahrestagung fand vom 27. bis zum 29. Oktober 2023 im Wuppertaler Logenhaus statt, einem Ort mit historischer Bedeutung und Atmosphäre.

Wer kann an der Jahrestagung teilnehmen?

Die Teilnahme steht allen Mitgliedern der Freimaurerischen Forschungsgemeinschaft Frederik sowie interessierten Gästen offen, die sich für freimaurerische Themen interessieren und sich vorab angemeldet haben.

Welche Themen wurden auf der Jahrestagung behandelt?

Die Jahrestagung deckte eine breite Palette von Themen ab, die von der Geschichte der Freimaurerei über philosophische Aspekte bis hin zu aktuellen Fragestellungen und Forschungsergebnissen reichten.

Wie kann ich Zugang zu den Vorträgen und Inhalten der Tagung erhalten?

Mitglieder der Forschungsgemeinschaft haben Zugang zu den Vortragsaufzeichnungen und Materialien über die Mitgliedersektion der Webseite. Gäste können Kontakt über die angegebene E-Mail-Adresse aufnehmen, um Informationen über die Verfügbarkeit von Materialien zu erhalten.

Gibt es Veröffentlichungen oder Schriften, die ich zur Jahrestagung erwerben kann?

Ja, die Forschungsgemeinschaft gibt regelmäßig Publikationen heraus, die auf der Jahrestagung basieren. Diese können über die Webseite der Forschungsgemeinschaft bestellt werden.

Werden die Jahrestagungen auch online übertragen oder gibt es digitale Teilnahmemöglichkeiten?

Abhängig von den jeweiligen Umständen und technischen Möglichkeiten kann es Optionen für eine Online-Teilnahme geben. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf unserer Webseite oder in unseren Ankündigungen.

Wie kann ich die Forschungsgemeinschaft unterstützen oder mich an der Forschung beteiligen?

Die Forschungsgemeinschaft freut sich über Unterstützung in jeglicher Form, sei es durch aktive Forschungsarbeit, Spenden oder die Teilnahme an unseren Veranstaltungen. Interessierte können sich über die Webseite für weitere Informationen anmelden oder direkt mit uns Kontakt aufnehmen.

Wenn Sie genauer über die Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik zu Flensburg und derer intensiver Themen erfahren möchten, besuchen Sie gerne die offizielle Webseite.

Die Freimaurerische Forschungsvereinigung Frederik e.V. konzentriert sich auf die wissenschaftliche Untersuchung der Ursprünge der freimaurerischen Tradition. Gegründet 1863, wurde sie 1982 reaktiviert. Sie zählt rund 800 Mitglieder, insbesondere aus Deutschland und Skandinavien, und bietet eine Reihe von Publikationen zur Freimaurerforschung an. Die Vereinigung engagiert sich auch in der Grundlagenforschung zur Vor- und Frühgeschichte der Freimaurerei und fördert die Traditionspflege der Logen. Seit 2009 wird sie von Klaus Bettag und Prof. Dr. Jan Snoek geleitet, die gemeinsame Projekte mit Forschungslogen in Nordeuropa planen​.

Klaus Bettag
Klaus Bettag
Vorstand 2023
Prof. Dr. Jan Snoek
Prof. Dr. Jan Snoek
Stev. Vorstand 2023

Bruderkette besucht Bayerwerk Wuppertal

Am 15. Februar 2020 wichen Brüder und Schwestern der Johannisloge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ von eingetretenen Pfaden ab und lernten bei einer geführten Bustour die drei Werksteile von Wuppertals größtem industriellen Arbeitgeber, BAYER, näher kennen.

Die Informationstour startete nach zuvor erfolgter Registrierung beim Werkschutz um 10 Uhr am Tor 1 des Bayerwerks in Wuppertal-Elberfeld.

Unter der sachkundigen Führung der Gästebetreuerin, Frau Stamm, führte die Tour zunächst durch das knapp 1,6 km lange, von Wupper und Schwebebahngerüst durchschnittene Werksgelände. Schon nach kurzer Zeit waren die Teilnehmer von Größe und Vielfalt der Gebäude in der Industrieanlage, die durch ein für den Laien undurchschaubares Netz an Rohrleitungen verbunden sind, überwältigt. Produktionsstätten, Werkstätten, Labore, Qualitätskontrollzentren, Lagerstätten, in denen Vor- und Zwischenprodukte bei Minustemperaturen für ihre weitere Verwendung in der Produktion vorgehalten werden (-> Kühlschrank-Gebäude) und nicht zuletzt das berühmte Gebäude 8 waren nach einem sich nicht selbst erschließendem System auf dem Gelände verstreut. Das Gebäude 8 ist ein nagelneues, erst 2018 oder 2019 fertig gestelltes Produktionsgebäude, das letztlich aber nicht in Betrieb genommen wurde, da das hier herzustellende Produkt zwischenzeitlich von einem Mitbewerber anderen Ortes bereits produziert wurde. Der Globalismus lässt grüßen. Ein Eindruck blieb von dieser ersten Station der Rundfahrt haften: das Werksgelände in Elberfeld an der Wupper ist eng und bietet aufgrund seiner geografischen Lage keine Möglichkeiten zur Expansion. Die Entscheidung von Bayer, sich ein weiteres Standbein am Rhein zu schaffen, die schon Anfang des 20. Jahrhunderts getroffen wurde, ist daher ganz und gar nachzuvollziehen.

Die nächste Station war das Forschung- und Entwicklungszentrum von Bayer Wuppertal, gelegen an der Stadtgrenze zu Aprath an der Pahlkestraße. Wo vor 30 Jahren fast noch nichts war, arbeiten dort heute ca. 1800 der insgesamt ca. 3000 Beschäftigten von Bayer. Ganz wesentlicher Bestandteil in diesem Areal ist das Gebäude, in dem die Patente von Bayer bearbeitet, beantragt und überwacht werden. Unsere Führerin stellte kurz den Weg von der Entdeckung eines Wirkstoffs bis zum fertigen Medikament dar, der in der Regel bis zu 12 Jahre dauert. Das angemeldete Patent rechnet von der ersten Entdeckung an, so dass bei einer durchschnittlichen Patentlaufzeit von 20 Jahren eine relativ geringe Zeit übrigbleibt, in der das neue Medikament geschützt produziert werden kann. Angesichts der enormen Entwicklungskosten muss in dieser Zeit also gut Geld verdient werden, um wirtschaftlich zu bleiben, da danach die preiswerten Generika auf den Markt drängen. In der Kantine des Forschungs- und Entwicklungszentrums lernten wir bei einem Kurzfilm etwas über die Geschichte von Bayer, die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in einer Wohnküche in Heckinghausen (Barmen) ihren Anfang nahm.

Letzte Station unserer Tour war die werkseigene Kläranlage in Buchenhofen, in der alle Schadstoffe, die vom Bayerwerk Elberfeld über ein unabhängiges, werkseigenes Rohrsystem nach Buchenhofen transportiert werden, so gereinigt werden, dass sie zu 98 % unbelastet sind. Die so weitestgehend gereinigten Schadstoffe werden dann zur kommunalen Kläranlage auf der anderen Wupperseite geleitet, so dass nach Abschluss des Klärprozesses 100% klares Wasser in die Wupper eingeleitet wird.

Nachdem uns als Teilnehmern der Kopf wegen der Vielzahl der Informationen brummte, wollten wir als Ausgleich auch etwas für die leiblichen Genüsse tun. Im Café Engel am Laurentius-Platz gönnten wir uns eine kleine Stärkung zur Mittagszeit und ließen das Erlebte in gemütlicher Runde ausklingen.

Als Resümee kann festgehalten werden:
den teilnehmenden Brüdern und Schwestern haben Tour und „After Tour Meeting“ gefallen. Für alle anderen Brüder und Schwestern gilt – schade, dass ihr nicht dabei wart – ihr habt etwas verpasst.

Verfasser: HS

Bilder: wikimedia.org

Video: Youtube

Freimaurer Wuppertal | „Ne Besuch im Zoo“ | Wuppertaler Zoo Abendführung

„Ne Besuch im Zoo“

Freimaurer haben keine Angst vor großen Tieren Brüder und Schwestern der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal statteten am 15. April
2019 unter Führung unseres Logenmeisters im Rahmen einer Abendführung dem Grünen Zoo Wuppertal einen Besuch ab.

Unsere überschaubare Zahl von 10 Teilnehmern konnte im Rahmen einer öffentlichen Führung ab 18 Uhr den Wuppertaler Zoo in einer ruhigen, besinnlich stimmenden Atmosphäre erleben, da von unserer Gruppe abgesehen, alle anderen Zoobesucher nicht Zoo bereits verlassen hatten.

Die sehr engagierte und kompetente Führerin, Frau Elke Flender, nahm uns mit auf eine Reise, die zunächst an der Baustelle des aktuellen Großprojekts „Aralandia“ Halt machte. Hier entsteht das „Eheanbahnungsinstitut“ für spezielle, vom Aussterben bedrohte Ara-Arten, in dem sich die putzigen Vögel auch ohne zu „parshippen“ kennen und lieben lernen sollen, um dann nach erfolgter Fortpflanzung wieder in ihre Heimatzoos zurückzukehren und letztlich ausgewildert zu werden. Die Anlage soll im IV. Quartal 2019 für die Besucher zugänglich gemacht und im I. Quartal 2020 fertiggestellt werden. Da es sich um ein Projekt des rührigen Zoovereins Wuppertal handelt und damit Stadt und Politik weitgehend außen vor sind, ist damit zu rechnen, dass der Zeitplan eingehalten wird.

Baumeister im Zoo Wuppertal

Weitere Stationen auf unserem Rundgang waren das Südamerika-Haus, die Seelöwen- und Pinguinanlage, das Eisbärengehege, Biber, Schneeleoparden, kleine Pandas, die „lachenden Hänse“ sowie zum Abschluss ein Rundgang durch das bereits geschlossenen Elefantenhaus, wo wir über die Hintergründe der Elefantenhaltung im Grünen Zoo Wuppertal informiert wurden und vieles Interessante über den Umgang mit den „grauen Riesen“ erfuhren. Zwei der Elefantenkühe sind trächtig – der Zoo und seine Besucher dürfen sich also in absehbarer Zeit über quirligen Nachwuchs bei den Dickhäutern freuen. Nach knapp zwei Stunden Weg bergauf und -ab durch den Zoo war die Führung viel zu schnell zu Ende.

Unsere Gruppe begab sich zum „Island“ am Island-Ufer nach Wuppertal-Elberfeld, um dort bei Speisen und Getränken das Gesehene noch einmal Revue passieren zu lassen und sich über das Erlebte auszutauschen – für nahezu alle Teilnehmer wurden Erinnerungen wach gerufen, denn im Zoo waren wir alle schon das eine oder andere Mal gewesen. Gegen 22 Uhr löste sich unsere kleine Gesellschaft nach einem erlebnisreichen Abend auf.

Egal wie kalt es ist, die Sonne wird genossen!

Verfasser: HS

Integration gelungen – Unterbarmer Bürger-Verein tagt im Logenhaus

Freimaurer-wuppertal.de & UBV Logo

Alle reden von Integration – die Freimaurerloge Zur Bruderkette im Wuppertal und der Unterbarmer Bürger-Verein taten es.

Am 27. März 2019 durfte die Bruderkette zahlreiche Damen und Herren des Unterbarmer Bürger-Vereins im Saal des Logenhauses an der Friedrich-Engels-Allee 165 zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßen.

Im Rahmen der Tagesordnung hatte der Logenmeister, Herr Ronald F., die Gelegenheit, die Gäste in das Wesen der Freimaurerei und die Geschichte der Bruderkette sowie des Logenhauses einzuweihen. Letzteres war einigen der Damen und Herren als der Ort bekannt, an dem sie sich zum ersten Mal im Rahmen der Tanzschule Wegener auf das glänzende Parkett begaben.

Nach der Abarbeitung der Tagesordnung der Mitgliederversammlung wurde von einigen Gästen die Gelegenheit wahrgenommen, mit den anwesenden Brüdern der Bruderkette das Gespräch und den Gedankenaustausch zu suchen. Wir, die Brüder der Bruderkette, erfuhren vieles über das Wesen und das Wirken des Unterbarmer Bürger-Vereins und konnten auf der anderen Seite durch sachliche Information mit dem einen oder anderen Vorurteil über die Freimaurerei aufräumen. Es ergab sich also eine erstrebenswerte „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten.

Als Fazit blieb: Wir werden den Kontakt pflegen und sehen uns spätestens im Rahmen des Wuppertaler Langen Tisches am 29.06.2019 wieder.

Verfasser: HS

Französischer Abend im Logenhaus Wuppertal

Mon Oncle (1958)

Am 31. Oktober 2018 trafen sich Brüder, Schwestern und Gäste, um in geselliger Runde im großen Saal den Film „Mon Oncle“ von und mit Jacques Tati anzusehen.

Der im Jahre 1958 gedrehte Film zeigte in bemerkenswerter Weise auf sehr eindrückliche, humorvolle Art das Spannungsverhältnis der Gesellschaft Frankreichs in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Auf der einen Seite die hypermoderne Welt der Familie Arpel, die in einem futuristisch gestylten und mit aller modernen Technik ausgestattetem Haus, in ihrer und ihrer gleichgesinnten Nachbarn abgeschotteten Welt lebt, auf der anderen Seite der liebenswert chaotische Onkel Hulot, der in einem ursprünglichen, typisch Pariser Quartier wohnt und nur auf sehr abenteuerliche Weise sein Mansardenzimmer erreichen kann. Kühler Snobismus und anstrengende, warmherzige Nachbarschaft bilden immer wieder reizvolle Kontraste.

Mon Oncle (1958) – trailer

Genussvoll begleitet wurde der Blick in die Welt Tatis durch von Brüdern und Schwestern gespendete Getränke und dem Motto entsprechend vielfältigen Leckereien aus unserem Nachbarland Frankreich.

Im Ergebnis hielten die Teilnehmenden fest: der Film fiel etwas aus dem normalen Rahmen, es war jedoch gut, ihn gemeinsam angesehen zu haben. Der Austausch über die jeweiligen Eindrücke sowie die Atmosphäre des „savoir- vivre“ rundeten einen schönen Abend im Logenhaus ab.

Verfasser: HS

Mystagogische Kirchenführung – St. Laurentius Wuppertal

Der Einladung zu der mystagogischen Kirchenführung am 11. April 2018 folgten Brüder, Schwestern sowie Gäste und deren Angehörige mit großer Spannung. Was würde uns erwarten? So richtig klar war es wohl keinem der Gruppe.

Das Konzept der mystagogischen Kirchenführung ist in dieser Form ein einzigartiges Projekt und stammt von Dr. Werner Kleine, dem Leiter der katholischen City-Kirche in Wuppertal.

Eine mystagogische Kirchenführung erschließt den katholischen Kirchenraum als Ort der Liturgie in seiner kultischen Dimension. Im Mittelpunkt steht die liturgische Funktion der Kirche. Der mystagogische Ansatz verfolgt mehr als das bloß intellektuelle Kennenlernen von Fakten; es geht auch um das Erleben und Erfahren der einzelnen Elemente. Daher gehört zu einer mystagogischen Kirchenführung immer auch das Vollziehen einzelner Riten, wie Weihwasser-, Weihrauch- und Licht- ritus, aber auch das Schmecken von Manna.

Soweit informiert und vorbereitet nahm unser Bruder Peter S. die mehr als neugierige Besuchergruppe aus der profanen Welt mit in seine Laurentius-Kirche und ermöglichte ihr, das „Innenleben“ des Gotteshauses mit anderen Augen wahrzunehmen, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken. Die sehr persönlich gestaltete Führung hinterließ bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern prägende Eindrücke.

Voll gepackt mit Emotionen des Erlebten bot die anschließende gesellige Runde in einer nahe gelegenen gastlichen Stätte den Brüdern und ihren Gästen die Gelegenheit, das Gesehene noch einmal zu reflektieren und offene Fragen mit unserem sachkundigen Führer zu klären. Nach guten Gesprächen klang ein außergewöhnlich lohnenswerter Abend aus und die Gesellschaft verabschiedete sich wieder in die profane Welt.

Verfasser: HS

„ Stellungnahme der Großloge von Frankreich zum Tode des Arnaud Beltrame “

Arnaud Beltrame, 45, wurde von einem Terroristen schwer verletzt, der behauptete, nahe bei Carcassonne zu sein, während der Oberstleutnant den Platz einer Geisel eingenommen hatte, um sein Leben zu retten und mit dem radikalen Islamisten zu verhandeln. Verheiratet, ohne Kinder, starb er in der Nacht vom 23. auf den 24. März im Krankenhaus. La Grande Loge de France, hat ihn gerade gewürdigt und damit seine Zugehörigkeit zu einer seiner Werkstätten in den westlichen Vororten von Paris offenbart. Posthumes Herauskommen.

Philippe Charuel, Großmeister der GLDF, sagte: „Arnaud Beltrame wurde 2008 in der Respectable Lodge Jérôme Bonaparte in Rueil-Nanterre aufgenommen. Er war sehr fleißig und kehrte regelmäßig von Südfrankreich zu den rituellen Treffen zurück. Ich fand in einem der Blogs einen unwürdigen Kommentar, dass sich die Freimaurerei erholte. Was der GLDF nicht würdig gewesen wäre, wäre, wenn wir keine Erklärung abgegeben hätten.“

Hier ist die Aussage des Großmeisters der GLDF, Philippe Charuel:

„Die Großloge von Frankreich ehrt ihren Bruder, Oberstleutnant Arnaud Beltrame.“

Die Brüder der Großloge von Frankreich haben heute mit großer Emotion vom Tod ihres Bruders, Oberstleutnant Arnaud Beltrame, Mitglied der angesehenen Lodge Jérôme Bonaparte im Osten von Rueil-Nanterre, erfahren.

Sie sind zusammengekommen, um diesem Mann, „der als Held gegangen ist“, der ein vorbildliches Pflichtbewusstsein und Opfer gezeigt hat, eine letzte Ehre zu erweisen. Dieser mutige Akt und sein unerschütterlicher Patriotismus retteten Leben und erinnerten uns daran, dass wir uns vor der Barbarei niemals verneigen dürfen.

Alle Gedanken unserer Brüder sind bei seiner Familie in diesem Moment großer Trauer.

Die Großloge von Frankreich grüßt weiterhin die Vertreter der Ordnungskräfte der Republik, die alle Formen von Ächtung, Fremdenfeindlichkeit und Terrorismus bekämpfen, mit einem Wort alle Formen der Ablehnung anderer, unserer Brüder und Schwestern in der Menschheit.

Philippe Charuel, Großmeister der Großloge von Frankreich“.

„To the dead“ – Arnaud Beltrame erhält posthum die Ehrenlegion: National Tribute

(Quelle: l’expresse.fr) -> https://blogs.lexpress.fr/…/beltrame-victime-dun-terroriste…/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Arnaud_Beltrame

Verfasser: JG