Freimaurer in Wuppertal

Aus der Geschichte sind wir den meisten bekannt, aber was machen Freimaurer in der heutigen Zeit? Eigentlich das gleiche wie schon vor mehreren Jahrhunderten: Wir arbeiten an uns selbst. Wir sind eine geistige und ethische Bewegung, die sich als Schule der Menschenliebe, Toleranz, Freiheit und BrĂŒderlichkeit versteht. In dieser Gemeinschaft gleichgesinnter MĂ€nner – wir nennen uns untereinander „BrĂŒder“ – halten wir regelmĂ€ĂŸig rituelle Treffen ab, die das KernstĂŒck unserer Logenarbeit sind. Zu anderen Gelegenheiten hören wir VortrĂ€ge und diskutieren darĂŒber, auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz.

Soweit die Kurzfassung. Freimaurer werden dauert etwas lÀnger. Dies sowohl bis zur Aufnahme in unseren Bruderbund, aber auch auf dem Weg danach durch mehrere Erkenntnisstufen. Und das freimaurische Geheimnis wird einen auf dem ganzen Weg begleiten.

Wir Freimaurer in Wuppertal, versammeln wir uns im historischen Teil der Friedrich-Engels-Allee zwischen Elberfeld und Barmen; unser Haus ist mit seiner blauen Fassade und den goldenen Buchstaben „Logenhaus“ ĂŒber der TĂŒr leicht zu finden. Die Farbgebung geht natĂŒrlich auf die Symbolik der Freimaurerei zurĂŒck.

Neben unserer Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ trifft sich hier regelmĂ€ĂŸig noch die Freimaurerloge „Friede und Fortschritt“, die dritte Wuppertaler Loge „Hermann zum Lande der Berge“ hat ihren Sitz in den RĂ€umen der Gesellschaft Concordia in Barmen. Neben diesen aktiven Logen wird aus Tradition noch die Loge „Lessing“ fortgefĂŒhrt, die derzeit aber keine eigenen Mitglieder hat.

Eine Freimauerloge hat in Deutschland meist etwa 30 bis 40 Mitglieder, bis zu dieser Anzahl funktioniert der Zusammenhalt der BrĂŒder. Bei zu großer Zahl der Mitglieder grĂŒndet ein Teil der Mitglieder eine neue Loge. Unser Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ wurde im Jahr 1915 mehrheitlich durch BrĂŒder aus der Loge „Zum WestfĂ€lischen Löwen“ in Schwelm gegrĂŒndet, zusĂ€tzlich stießen LogenbrĂŒder aus DĂŒsseldorf, Krefeld, Remscheid und LĂŒdenscheid dazu.

Übrigens: Logen sind heute meist als eingetragene Vereine organisiert. Über die Namen der einzelnen Mitglieder wird zwar Verschwiegenheit gewahrt, die Eintragung als Geheimbund wĂŒrde aber im Vereinsregister nicht funktionieren.

Zur Bruderkette im Wuppertal

Neues / Altes / Symbolisches / Wissenswertes / 


Die „schweigende Mehrheit“ beherrscht am 12.09.2018 die Bruderschaft

Keine Sorge – hier werden keine Interna der Bruderschaft aufgedeckt. BrĂŒder und interessierte GĂ€ste der Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal e.V.“ trafen sich in kleiner Runde im Logenhaus an der Friedrich-Engels-Allee, um ĂŒber das latent stĂ€ndig vorhandene und aktuell gerne wieder von Politikern instrumentalisierte PhĂ€nomen der sogenannten „schweigenden Mehrheit“ zu diskutieren. Nach zwei kurzen, durch …

đŸŽ© Schluss mit lustig → Zur ersten Arbeit nach der Sommerpause in den Steinbruch!

Das Ende der Logenferien mit einem besonderen Erlebnis einleiten – das war die Idee, die die BrĂŒder Jonas G. und Helmut S. dazu motivierte, am 01. September 2018 an der Steinbrucharbeit der AFuAM-Loge „Zur Heilbringenden Quelle“ in Bad Oeynhausen teilzunehmen. Jeweils 2 Stunden Fahrt, da waren die Erwartungen natĂŒrlich hoch – und sie wurden ĂŒbertroffen! …

Freimaurer sind wetterfest – Sommergrillen bei „bestem“ Wuppertaler Wetter

BrĂŒder, Schwestern und GĂ€ste der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal trafen sich am Samstag, dem 25. September 2018, zur gemĂŒtlicher Runde zum Sommergrillen im Logenhaus in der Friedrich-Engels-Allee 165. Nachdem der erste Termin fĂŒr geplante Sommergrillen geplatzt war, sollte es nun im zweiten Anlauf klappen. Und dies tat es tatsĂ€chlich. ZunĂ€chst machte der Blick auf …

Arbeitsplan / Veranstaltungen

FĂŒr ihre regelmĂ€ĂŸigen Treffen haben alle Logen einen sogenannten „Arbeitsplan“. Dieser kennzeichnet auch, wer an den Treffen teilnehmen darf und wer noch nicht. So dĂŒrfen frisch aufgenommene BrĂŒder im Lehrlingsgrad noch nicht an rituelle Treffen der höheren Erkenntnisstufen teilnehmen (TA II, TA III 
).

An mit [D] bzw. [H] bezeichneten Terminen sind Damen bzw. Herren als GĂ€ste willkommen. GĂ€ste werden um Voranmeldung ĂŒber unser Kontaktformular gebeten, an Freimaurerei interessierte Herren bitte ĂŒber das Kontaktformular fĂŒr Interessenten.

 

 

 

Freimaurer werden

Was ist Freimauerei?

Die Freimaurerei ist eine geistige und ethische Bewegung, die sich als Schule der Menschenliebe, Toleranz, Freiheit und BrĂŒderlichkeit versteht. Sie ist die geistige Arbeit des Einzelnen an sich selbst in einer Gemeinschaft brĂŒderlich verbundener gleichgesinnter MĂ€nner.

Klingt etwas sperrig, aber eigentlich steckt in diesen SĂ€tzen alles. Zumindest die Theorie. Die Praxis ist etwas einfacher erklĂ€rt, auch die Symbolik dazu ist anschaulich: Jeder Freimaurer ist ein rauer unbehauener Stein. Um hieraus einen kubischen Stein zu erarbeiten, der sich mit anderen Steinen zu einem gemeinsamen Bauwerk fĂŒgen kann, mĂŒssen die Ecken und Kanten abgeschlagen werden. Das ist nicht ganz einfach, jeder Stein ist anders.

Der wichtigste Punkt dabei: Man kann nur seinen eigenen Stein bearbeiten, nicht den der anderen.

Was passiert zu den regelmĂ€ĂŸigen Treffen?

Manche Treffen – wir nennen sie Bruderabende – sind einfach nur geselliger Natur zum lockeren GesprĂ€ch in der Gruppe oder zwischen einzelnen BrĂŒdern. Allen GesprĂ€chen ist eines gemeinsam: Über die Inhalte wird nach außen Verschwiegenheit gewahrt. Nur so sind auch GesprĂ€che ĂŒber sensible private Themen oder eine offene Diskussion ĂŒber schwierige moralische und ethische Fragen ohne vorauseilende Denkverbote möglich.

An sogenannten Vortragsabenden hören und diskutieren wir zu verschiedenen Themen, die in verschiedenster Weise mit Freimaurerei zu tun haben, manchmal aber auch nur von aktuellem oder allgemeinem Interesse sind.

Die wichtigsten Termine sind die rituellen Treffen, die sogenannten Logen- oder Tempelarbeiten. Wir treffen uns dazu in einem besonderen Raum, der nur den BrĂŒdern zugĂ€nglich ist. Die Logenarbeiten sind eine Mischung aus rituellen GesprĂ€chen, meditativen Elementen und einem Vortrag – mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Wer sich mit dem Gedanken trĂ€gt, Freimaurer zu werden, sollte hierzu nicht weiter nachforschen: Es schĂŒrt vielleicht falsche Erwartungen und mindert damit das Erlebnis. Denn bei allem, was mittlerweile in jeder Bibliothek nachzuschlagen und sogar im Internet abrufbar ist – meist ist das UnspektakulĂ€rste davon wahr. Doch „nur“ das „wirklich“ zu erleben, hat es schon in sich.

Wie arbeite ich an mir selbst?

Es gibt keine Antworten, es gibt nur Alternativen. Sie mĂŒssen hier Ihren persönlichen Weg finden. Besonders die rituellen Arbeiten setzen hierzu verschiedenen „Themenkreise“ und bieten dazu eine FĂŒlle von möglichen Wegen an. Den einen spricht die freimaurische Symbolik an, den anderen die gesprochenen Worte im Ritual, der nĂ€chste verliert sich in die meditative Stimmung oder in die Musik. Auf jeden Fall fĂŒhrt das stĂ€ndige „vor Augen fĂŒhren“ bestimmter Elemente dazu, dass diese sich einprĂ€gen – und man sich bei passender Gelegenheit an sie erinnert. Oder hin und wieder die Zeit auch nur zur Entspannung vom alltĂ€glichen Leben nutzt und sich mal mit Dingen beschĂ€ftigt, die man sonst nie machen wĂŒrde. Schon das ist fĂŒr viele ein Gewinn an LebensqualitĂ€t.

Und dann gibt es noch etwas sehr Wichtiges: Den brĂŒderlichen Kontakt, das brĂŒderliche GesprĂ€ch. Ein berufliches Netzwerk sind Freimaurer nicht, ein persönliches aber schon. Sei es, um sich gegenseitig zu bestĂ€rken, aber auch, um sich gegenseitig Rat und Hilfe zu geben. Auch das will gelernt sein. Der geschĂŒtzte Raum der Loge und die Verschwiegenheit nach außen unterstĂŒtzt dabei.

Wie lange bin ich Freimaurer?

Ein Leben lang. Aus dem eingetragenen Verein könnte man zwar formal austreten, aus dem Bund der Freimaurer aber nicht. Im rituellen System durchlĂ€uft man mehrere Erkenntnisstufen. Jede davon gibt ĂŒber Rituale und Symbole neue Anregungen fĂŒr die Arbeit an sich selbst.

In der Johannisloge nennt man die Erkenntnisstufen „Lehrling“, „Geselle“ und „Meister“ in Anlehnung an handwerkliche Traditionen, in jeder dieser Stufen soll man etwa ein Jahr arbeiten. Doch auch als Meister hat man noch Arbeit fĂŒr mehrere Jahre vor sich – wer verĂ€ndert sich schon ĂŒber Nacht?

Wer noch weitere Rituale und Symbole kennenlernen will, geht den Weg durch die sogenannten Hochgrade weiter, in unserem Fall bis zur zehnten Erkenntnisstufe. Der Weg durch alle Grade bzw. Erkenntnisstufen dauert in der Regel etwa 15 Jahre.

Wem in dieser Zeit die eigene Loge „zu klein“ wird, dem sei der regelmĂ€ĂŸige Besuch anderer Logen angeraten. Bei weltweit etwa 6 Millionen BrĂŒdern sollten sich fĂŒr jedes GesprĂ€chsthema ein paar BrĂŒder finden. Ein Leben lang.

Wie werde ich Freimaurer?

Erster Schritt: Kontakt zu uns aufnehmen. Ein Bruder unserer Loge wird das GesprĂ€ch suchen, dabei Motivationen und HintergrĂŒnde fĂŒr Ihr Interesse hinterfragen.

NĂ€chster Schritt: Gemeinsames Kennenlernen. Wir öffnen regelmĂ€ĂŸig einige unsere Treffen fĂŒr Interessenten und laden Sie dazu ein. FĂŒr ein gutes Kennenlernen werden wir etwa ein Jahr brauchen, etwa 6 bis 10 Mal sind Sie dann Gast bei uns.

Danach folgt beiderseitig die Entscheidung: Passen wir zueinander oder nicht? Wenn ja, stellen Sie einen Aufnahmeantrag, ĂŒber diesen Antrag stimmen wir geheim ab. Bei drei Gegenstimmen kommen wir leider nicht zusammen – so viel ist uns der Frieden in unserer Gemeinschaft wert.

Doch zum einen passiert eine Ablehnung nicht besonders hĂ€ufig und zum anderen könnten Sie dann immer noch in einer anderen Loge die zu Ihnen passenden BrĂŒder finden.

Mit der rituellen Aufnahme in die 1. Erkenntnisstufe beginnen Sie dann ihren Weg als Freimaurer-Lehrling.