Bruderkette im Krisenmodus – DrĂ€hte und Ohren glĂŒhen – Bruderabend als Telefonkonferenz

Die Corona-Krise und das damit verhĂ€ngte Kontaktverbot legt die Arbeit der BrĂŒder der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal auf unbestimmte Zeit lahm. Sind sie bereit, dies hinzunehmen?

Nein!

Auch wenn die Loge Zur Bruderkette im Wuppertal vor deutlich mehr als 100 Jahren gestiftet bzw. gegrĂŒndet wurde, verschließen sich die BrĂŒder der Loge nicht vor VerĂ€nderungen, die der Zeitgeist so mit sich bringt. Arbeit an sich selbst wird vom Bruder Freimaurer gefordert aber auch Arbeit miteinander, d.h., Austausch mit den BrĂŒdern untereinander. Letzteres geschieht normalerweise bei den wöchentlichen Treffen der Bruderschaft im Logenhaus in der Friedrich-Engels-Allee 165 in Wuppertal Unterbarmen durch klassische, verbale Kommunikation, quasi „Aug in Aug“. Corona lĂ€sst dies jedoch wegen des verhĂ€ngten Kontaktverbots nicht zu.

Freimaurer-Telefonkonferenz
Freimaurer-Telefonkonferenz

Unter dem Motto „Der Mittwochabend gehört der Loge“ entschieden sich die BrĂŒder am 25. MĂ€rz 2020 dazu, Corona ein Schnippchen zu schlagen und sich zum Bruderabend via Telefonkonferenz zusammen zu finden. Zur gewohnten Zeit, gegen 20 Uhr, schalteten sich bis zu 11 BrĂŒder aus Nah und Fern in den von unserem Logenmeister bereit gestellten Telekonferenzraum und tauschten sich eifrig, jedoch dem genutzten Medium entsprechend sehr diszipliniert aus. Es war in dieser Form fĂŒr alle eine sehr interessante Erfahrung, die einen gangbaren Weg aufzeigte, zumindest die Bruderabende (mit und ohne GĂ€sten) wĂ€hrend der Corona-EinschrĂ€nkungen durchzufĂŒhren.

Freimaurer in der Corona Krise
Freimaurer, die Verbindung steht.

Die Bruderkette ließ also die DrĂ€hte glĂŒhen und so mancher Teilnehmer bekam auch heiße Ohren durch die lange Zeit, die es galt, den Telefonhörer am Ohr zu halten. Bei lĂ€ngerer Fortsetzung dieser Art von Treffen sollten sich die Teilnehmer die Nutzung von Mobiltelefonen mit Ohrhörern und Mikro oder aber die Anschaffung eines sogenannten Sprechgeschirrs ĂŒberlegen.

Fazit: Wir, die BrĂŒder der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal, sind kreativ und nutzen die moderne Technik, um gemeinsam weiter an unserem Ziel festzuhalten, an der Königlichen Kunst fĂŒr sich und gemeinsam zu arbeiten.

Text: HS
Bilder: J-P S. | Pexels.com

Bruderkette besucht Bayerwerk Wuppertal

Am 15. Februar 2020 wichen BrĂŒder und Schwestern der Johannisloge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ von eingetretenen Pfaden ab und lernten bei einer gefĂŒhrten Bustour die drei Werksteile von Wuppertals grĂ¶ĂŸtem industriellen Arbeitgeber, BAYER, nĂ€her kennen.

Die Informationstour startete nach zuvor erfolgter Registrierung beim Werkschutz um 10 Uhr am Tor 1 des Bayerwerks in Wuppertal-Elberfeld.

Unter der sachkundigen FĂŒhrung der GĂ€stebetreuerin, Frau Stamm, fĂŒhrte die Tour zunĂ€chst durch das knapp 1,6 km lange, von Wupper und SchwebebahngerĂŒst durchschnittene WerksgelĂ€nde. Schon nach kurzer Zeit waren die Teilnehmer von GrĂ¶ĂŸe und Vielfalt der GebĂ€ude in der Industrieanlage, die durch ein fĂŒr den Laien undurchschaubares Netz an Rohrleitungen verbunden sind, ĂŒberwĂ€ltigt. ProduktionsstĂ€tten, WerkstĂ€tten, Labore, QualitĂ€tskontrollzentren, LagerstĂ€tten, in denen Vor- und Zwischenprodukte bei Minustemperaturen fĂŒr ihre weitere Verwendung in der Produktion vorgehalten werden (-> KĂŒhlschrank-GebĂ€ude) und nicht zuletzt das berĂŒhmte GebĂ€ude 8 waren nach einem sich nicht selbst erschließendem System auf dem GelĂ€nde verstreut. Das GebĂ€ude 8 ist ein nagelneues, erst 2018 oder 2019 fertig gestelltes ProduktionsgebĂ€ude, das letztlich aber nicht in Betrieb genommen wurde, da das hier herzustellende Produkt zwischenzeitlich von einem Mitbewerber anderen Ortes bereits produziert wurde. Der Globalismus lĂ€sst grĂŒĂŸen. Ein Eindruck blieb von dieser ersten Station der Rundfahrt haften: das WerksgelĂ€nde in Elberfeld an der Wupper ist eng und bietet aufgrund seiner geografischen Lage keine Möglichkeiten zur Expansion. Die Entscheidung von Bayer, sich ein weiteres Standbein am Rhein zu schaffen, die schon Anfang des 20. Jahrhunderts getroffen wurde, ist daher ganz und gar nachzuvollziehen.

Die nĂ€chste Station war das Forschung- und Entwicklungszentrum von Bayer Wuppertal, gelegen an der Stadtgrenze zu Aprath an der Pahlkestraße. Wo vor 30 Jahren fast noch nichts war, arbeiten dort heute ca. 1800 der insgesamt ca. 3000 BeschĂ€ftigten von Bayer. Ganz wesentlicher Bestandteil in diesem Areal ist das GebĂ€ude, in dem die Patente von Bayer bearbeitet, beantragt und ĂŒberwacht werden. Unsere FĂŒhrerin stellte kurz den Weg von der Entdeckung eines Wirkstoffs bis zum fertigen Medikament dar, der in der Regel bis zu 12 Jahre dauert. Das angemeldete Patent rechnet von der ersten Entdeckung an, so dass bei einer durchschnittlichen Patentlaufzeit von 20 Jahren eine relativ geringe Zeit ĂŒbrigbleibt, in der das neue Medikament geschĂŒtzt produziert werden kann. Angesichts der enormen Entwicklungskosten muss in dieser Zeit also gut Geld verdient werden, um wirtschaftlich zu bleiben, da danach die preiswerten Generika auf den Markt drĂ€ngen. In der Kantine des Forschungs- und Entwicklungszentrums lernten wir bei einem Kurzfilm etwas ĂŒber die Geschichte von Bayer, die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in einer WohnkĂŒche in Heckinghausen (Barmen) ihren Anfang nahm.

Letzte Station unserer Tour war die werkseigene KlĂ€ranlage in Buchenhofen, in der alle Schadstoffe, die vom Bayerwerk Elberfeld ĂŒber ein unabhĂ€ngiges, werkseigenes Rohrsystem nach Buchenhofen transportiert werden, so gereinigt werden, dass sie zu 98 % unbelastet sind. Die so weitestgehend gereinigten Schadstoffe werden dann zur kommunalen KlĂ€ranlage auf der anderen Wupperseite geleitet, so dass nach Abschluss des KlĂ€rprozesses 100% klares Wasser in die Wupper eingeleitet wird.

Nachdem uns als Teilnehmern der Kopf wegen der Vielzahl der Informationen brummte, wollten wir als Ausgleich auch etwas fĂŒr die leiblichen GenĂŒsse tun. Im CafĂ© Engel am Laurentius-Platz gönnten wir uns eine kleine StĂ€rkung zur Mittagszeit und ließen das Erlebte in gemĂŒtlicher Runde ausklingen.

Als ResĂŒmee kann festgehalten werden:
den teilnehmenden BrĂŒdern und Schwestern haben Tour und „After Tour Meeting“ gefallen. FĂŒr alle anderen BrĂŒder und Schwestern gilt – schade, dass ihr nicht dabei wart – ihr habt etwas verpasst.

Verfasser: HS

Bilder: wikimedia.org

Video: Youtube

Es ward Licht!

Freimaurer Heiligeschrift

– Vorweihnachtliche Stunde in der Bruderkette –

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und der Arbeitsplan unserer Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ zeigte fĂŒr den 18. Dezember 2019 die traditionelle Versammlung der BrĂŒder im Logenhaus an der Friedrich-Engels-Allee 165 zur Vorweihnachtlichen Stunde an.

Und doch war in diesem Jahr vieles anders als sonst. Erstmalig waren in diesem Jahr zur Vorweihnachtlichen Stunde unsere Damen (Schwestern) mit eingeladen. Die holde Weiblichkeit zierte sich jedoch offenbar etwas, so dass die Zahl der Teilnehmerinnen doch sehr ĂŒberschaubar blieb. Die GrĂŒnde fĂŒr die geringe PrĂ€senz unserer Schwestern mögen vielfĂ€ltig sein – in jedem Fall bleibt festzuhalten, dass die Anwesenden der Vorweihnachtlichen Stunde Glanz verliehen.

Zum anderen war es einem unserer BrĂŒder – J-P S. – ein BedĂŒrfnis, uns ein Abschiedsessen zu bereiten, da ihn sein angestrebter beruflicher Weg zunĂ€chst nach Niedersachsen und anschließend in die neuen BundeslĂ€nder fĂŒhrt und daher fĂŒr ihn auf absehbare Zeit ein regelmĂ€ĂŸiger Besuch unserer Loge nicht möglich sein wird. UnterstĂŒtzt von weiteren BrĂŒdern begann die Vorbereitung schon am Vortag, an dem die Tafel festlich eingedeckt wurde. Zur Vorweihnachtlichen Stunde waren alle Vorbereitungen perfekt abgeschlossen. Auf dem weihnachtlich-freimaurerisch dekorierten Tisch war ein großes Speisenangebot unterschiedlichster Art aufgebaut, das sogar fĂŒr Vegetarier/Veganer spezielle Angebote vorhielt. Nachdem die Kerzen auf den „schweren“ Silberleuchtern angezĂŒndet waren, verlas traditionell unser Logenmeister die Weihnachtsgeschichte – immer wieder neu zur Besinnung anregend. Die Tafel wurde eröffnet und der Genuss der Speisen und GetrĂ€nke wurde immer wieder einmal durch weihnachtlich geprĂ€gte WortbeitrĂ€ge von unserem Bruder Peter S. sowie dem gemeinsamen Singen bekannter Weihnachtslieder unterbrochen. Dies gab den ​Anwesenden Zeit, die angeregten Unterhaltungen jeweils fĂŒr kurze Zeit innezuhalten und Momente der Ruhe zu finden.

Freimaurer Heiligeschrift

Alles Schöne geht einmal zu Ende und so war es auch mit unserer Vorweihnachtlichen Stunde. Gegen 22:30 Uhr löste sich die fröhlich gestimmte Gesellschaft so langsam auf – der harte Kern verbrachte noch deutliche lĂ€nger Zeit in unserem schönen Logenhaus.

Diejenigen, die dabei waren, werden sich sicher an einen wunderbaren Abend erinnern und denjenigen, die es nicht ermöglichen konnten, mag dieser kleine Bericht Appetit auf die nÀchste Vorweihnachtliche Stunde machen.


Allen BrĂŒdern und deren Angehörigen wĂŒnscht der Verfasser schöne und besinnliche, hoffentlich auch stressfreie Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!


Text: H.S. | Bilder: J-P S.

Freimaurerei im Sommerloch?

Freimaurer Wuppertal Sommertreffen

Das Heilmittel: Bruderabende im Logenhaus

Nach dem „Johannisfest“, das in allen Logen um den 20. Juni herum gefeiert wird, beginnt fĂŒr die BrĂŒder der „Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal“ die Sommerpause, in der keine regulĂ€ren ZusammenkĂŒnfte im Logenhaus, Friedrich-Engels-Allee 165, bis etwa zum September stattfinden.

StĂŒrzt die „Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal“ damit in das gefĂŒrchtete Sommerloch, in dem außer Belanglosigkeiten oder sogenannten „Enten“ nichts passiert. GlĂŒcklicherweise nicht, denn schon seit langem setzt unsere Loge als Heilmittel gegen die Symptome des Sommerlochs unsere bewĂ€hrten Sommerabende auf der Terrasse des Logenhauses ein, an denen sich ohne festes Programm BrĂŒder und (eingeladene) GĂ€ste vierzehntĂ€glich zum Smalltalk treffen. Das letzte Treffen fand am 24. Juli statt und war gut besucht.

Ohne festes Programm bedeutet: Teilnahme ist das Programm. Alles Weitere findet sich, je nach Stimmung und Zusammensetzung der tatsĂ€chlich Anwesenden. An diesen Abenden steht der gegenseitige Gedankenaustausch zwischen Gleichgesinnten im Vordergrund. Kennenlernen und akzeptieren der Meinungsvielfalt zu unterschiedlichsten Themen bieten eine hervorragende Möglichkeit, BrĂŒder in lockerer AtmosphĂ€re mal auf eine ganz andere Weise kennen und schĂ€tzen zu lernen. FĂŒr eingeladene GĂ€ste bieten diese Sommertreffen eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Angehörigen der Loge informell zu erleben. Sollte jedoch ein tiefgrĂŒndigeres Thema mit zum Beispiel freimaurerischem Inhalt diskutiert werden, so rundete dies das Beisammensein in besonderem Maße ab.

Die Teilnahme an den Sommertreffen unserer Loge ist fĂŒr alle Anwesenden regelmĂ€ĂŸig ein Gewinn – in diesem Sinne sollte der nĂ€chste Termin, 07.08.19, im Kalender vorgemerkt werden. Es gilt: „Der Mittwochabend gehört (auch in der Sommerpause) der Loge.“

Beitrag:

HS

Langer Tisch „90 Jahre Wuppertal“ WIR WAREN DABEI !

„I16 – 25567e“ - Ein weiteres freimaurerisches Geheimnis?

Die Bruderkette ist beim „Langen Tisch“ in Wuppertal am 29. Juni 2019 dabei!

Nein, werter Leser, es handelt sich (leider?) nicht um das oder ein weiteres freimaurerisches Geheimnis. Insoweit muss ich Sie enttĂ€uschen. Vielmehr handelt es sich bei dem mysteriösen KĂŒrzel um den Standplatz fĂŒr den Tisch unserer Loge Zur Bruderkette im Wuppertal auf der Festmeile Friedrich-Engels-Allee zwischen Haspel und Loh. Idealerweise konnten wir unseren Tisch unmittelbar vor unserem Logenhaus unter Schatten spendenden BĂ€umen platzieren. Doch zurĂŒck zum Anfang.

Im Januar diesen Jahres wurde die Teilnahme unserer Loge am „Langen Tisch“ in Wuppertal beschlossen, im weiteren die AnmeldungsformalitĂ€ten durchgefĂŒhrt, an einer Ortsbegehung mit dem Unterbarmer BĂŒrgerverein und dem verantwortlichen Stadtmarketing Wuppertal teilgenommen sowie in einer am 27. Juni einberufenen Sitzung der aktiv teilnehmenden BrĂŒder die genaue Ausgestaltung unseres Tisches festgelegt.

Dann war es so weit. Am 29. Juni bauten unter FĂŒhrung unseres Logenmeisters 4 BrĂŒder den Tisch unserer Loge auf. Die Gestaltung orientierte sich an dem Aufbau bei der Tafelloge, ergĂ€nzt um BroschĂŒren, Visitenkarten, Kontaktadressen. Zusammen mit den Sesseln aus dem Clubraum sah unser Tisch – knapp 5 Meter lang – richtig festlich aus. Ab ca. 16 Uhr (offizieller Beginn des Langen Tisches) stießen noch zwei weitere BrĂŒder zur UnterstĂŒtzung und GesprĂ€chsfĂŒhrung mit potenziell interessierten Besuchern dazu. Bis etwa 18 Uhr hielten sich der großen Hitze geschuldet die flanierfreudigen BĂŒrger zurĂŒck. Gleichwohl wurden auch in dieser Zeit schon an unserem Tisch Fragen zur Freimaurerei gestellt, BroschĂŒren mitgenommen und KontaktdatenkĂ€rtchen eingesteckt. Ab 18 Uhr wurde es auf der Friedrich-Engels-Allee richtig voll. Auf der Seite zum Haspel hin erklangen DudelsackklĂ€nge der Bergischen Bagpipers, von der Auer Schule her ertönten harte BĂ€sse von Atti, unterschiedliche SpeisengerĂŒche wĂŒrzten die Luft – kurzum eine quirlige, fröhliche AtmosphĂ€re. Unser Logenhaus wurde mit Clubraum, großem Saal und Meisterzimmer von sehr vielen Besuchern aufgesucht.

Die im Innenbereich eingesetzten BrĂŒder konnten viele informative und interessante GesprĂ€che fĂŒhren und so im besten Sinne Öffentlichkeitsarbeit fĂŒr die Freimaurerei im Allgemeinen und unsere Loge im Besonderen betreiben. Draußen an unserem Tisch hielt sich die Nachfrage im Rahmen – gleichwohl wurde auch hier durch BrĂŒder durchgehend PrĂ€senz gezeigt. Gegen 23:30 Uhr wurden interessierte Besucher spĂŒrbar weniger, die StimmbĂ€nder der Auskunft gebenden BrĂŒder waren angegriffen – Zeit zum Abbau. Die bis zum Schluss da gebliebenen BrĂŒder ließen einen atmosphĂ€risch tollen, jedoch auch sehr fordernden Tag auf unserer schönen Terrasse gemĂŒtlich ausklingen.

Fazit: Die Teilnahme unserer Loge am „Langen Tisch“ belegte einerseits die Verbundenheit mit der Stadt Wuppertal anlĂ€sslich ihres 90. Geburtstages und bot andererseits den geeigneten Rahmen durch sachliche Information und intensive GesprĂ€che Öffentlichkeitsarbeit fĂŒr die Freimaurerei und unsere Loge zu betreiben. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass der ĂŒberschaubare Aufwand in jeder Hinsicht gerechtfertigt war. Der nĂ€chste Lange Tisch findet 2024 statt – wir sollten wieder dabei sein!


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HS

JPS

 

Tea Time mit Else im Logenhaus

– Freimaurer und Unterbarmer BĂŒrgerverein bitten zur Lesung im Logenhaus –

Die in diesem Jahr begonnene Zusammenarbeit zwischen unserer Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal (BRK)“ und dem Unterbarmer BĂŒrgerverein (UBV) wurde am 20. Juni 2019, dem Fronleichnamstag, erfolgreich fortgesetzt.

Ganz Wuppertal setzt sich in diesem Jahr anlĂ€sslich ihres 150. Geburtstages mit Else Lasker-SchĂŒler in vielfĂ€ltigen kulturellen Veranstaltungen auseinander. Sie wurde am 11. Februar 1869 in Elberfeld geboren. Den UBV hinderte dies jedoch nicht, an das Wirken dieser bedeutenden Frau im Rahmen einer Lesung im Logenhaus an der Friedrich-Engels-Allee 165, also Unterbarmen, zu erinnern.

Hierzu bat der UBV auf die Terrasse des Logenhauses und hatte als Vortragende Frau Ingrid Stracke, in Wuppertal bekannt als die „Straßenelse“, verpflichtet. Frau Stracke beschĂ€ftigt sich seit Jahrzehnten mit Else Lasker-SchĂŒler und es war ihr und ist ihr ein BedĂŒrfnis, die Leute von und auf der Straße ĂŒber das VermĂ€chtnis von Else Lasker-SchĂŒler zu informieren.

Gegen 16 Uhr hatten sich auf der Terrasse etwa 15 kulturbeflissene Besucherinnen und Besucher versammelt und lauschten dem Vortrag von Frau Stracke, der Zuhörerinnen und Zuhörer durch eine nie langweilig werdende Mischung aus Prosalesung, Vortrag von Gedichten sowie persönlichen Anekdoten fesselte. Die gemĂŒtliche AtmosphĂ€re wurde durch einen niedergehenden Regenschauer und dessen Prasseln auf das Verandadach sowie durch die Versorgung mit durch eifrige BrĂŒder zubereiteten Tee – serviert in unseren JubilĂ€umstassen – angenehm abgerundet. Am Rande kam auch die Freimaurerei nicht zu kurz, wurde doch unserem Logenmeister die Gelegenheit gegeben, die Ziele der Freimaurerei kurz zu umreißen und auch etwas zur Geschichte des Logenhauses zu erzĂ€hlen. Am Ende der Lesung wurde die Gelegenheit zu GesprĂ€chen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern eifrig genutzt.

Insgesamt zeigte sich bei dieser hoch interessanten Veranstaltung einmal mehr, dass eine Zusammenarbeit zwischen UBV und unserer Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ fĂŒr beide Seiten einen Gewinn darstellt. Der UBV kann unsere reprĂ€sentativen RĂ€umlichkeiten fĂŒr die eine oder andere Veranstaltung nutzen – die Loge kann die Veranstaltung zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen und die Integration in das Quartier Unterbarmen vertiefen.

Freimaurer Wuppertal | „Ne Besuch im Zoo“ | Wuppertaler Zoo AbendfĂŒhrung

„Ne Besuch im Zoo“

Freimaurer haben keine Angst vor großen Tieren BrĂŒder und Schwestern der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal statteten am 15. April
2019 unter FĂŒhrung unseres Logenmeisters im Rahmen einer AbendfĂŒhrung dem GrĂŒnen Zoo Wuppertal einen Besuch ab.

Unsere ĂŒberschaubare Zahl von 10 Teilnehmern konnte im Rahmen einer öffentlichen FĂŒhrung ab 18 Uhr den Wuppertaler Zoo in einer ruhigen, besinnlich stimmenden AtmosphĂ€re erleben, da von unserer Gruppe abgesehen, alle anderen Zoobesucher nicht Zoo bereits verlassen hatten.

Die sehr engagierte und kompetente FĂŒhrerin, Frau Elke Flender, nahm uns mit auf eine Reise, die zunĂ€chst an der Baustelle des aktuellen Großprojekts „Aralandia“ Halt machte. Hier entsteht das „Eheanbahnungsinstitut“ fĂŒr spezielle, vom Aussterben bedrohte Ara-Arten, in dem sich die putzigen Vögel auch ohne zu „parshippen“ kennen und lieben lernen sollen, um dann nach erfolgter Fortpflanzung wieder in ihre Heimatzoos zurĂŒckzukehren und letztlich ausgewildert zu werden. Die Anlage soll im IV. Quartal 2019 fĂŒr die Besucher zugĂ€nglich gemacht und im I. Quartal 2020 fertiggestellt werden. Da es sich um ein Projekt des rĂŒhrigen Zoovereins Wuppertal handelt und damit Stadt und Politik weitgehend außen vor sind, ist damit zu rechnen, dass der Zeitplan eingehalten wird.

Baumeister im Zoo Wuppertal

Weitere Stationen auf unserem Rundgang waren das SĂŒdamerika-Haus, die Seelöwen- und Pinguinanlage, das EisbĂ€rengehege, Biber, Schneeleoparden, kleine Pandas, die „lachenden HĂ€nse“ sowie zum Abschluss ein Rundgang durch das bereits geschlossenen Elefantenhaus, wo wir ĂŒber die HintergrĂŒnde der Elefantenhaltung im GrĂŒnen Zoo Wuppertal informiert wurden und vieles Interessante ĂŒber den Umgang mit den „grauen Riesen“ erfuhren. Zwei der ElefantenkĂŒhe sind trĂ€chtig – der Zoo und seine Besucher dĂŒrfen sich also in absehbarer Zeit ĂŒber quirligen Nachwuchs bei den DickhĂ€utern freuen. Nach knapp zwei Stunden Weg bergauf und -ab durch den Zoo war die FĂŒhrung viel zu schnell zu Ende.

Unsere Gruppe begab sich zum „Island“ am Island-Ufer nach Wuppertal-Elberfeld, um dort bei Speisen und GetrĂ€nken das Gesehene noch einmal Revue passieren zu lassen und sich ĂŒber das Erlebte auszutauschen – fĂŒr nahezu alle Teilnehmer wurden Erinnerungen wach gerufen, denn im Zoo waren wir alle schon das eine oder andere Mal gewesen. Gegen 22 Uhr löste sich unsere kleine Gesellschaft nach einem erlebnisreichen Abend auf.

Verfasser: HS

Egal wie kalt es ist, die Sonne wird genossen!

Integration gelungen – Unterbarmer BĂŒrger-Verein tagt im Logenhaus

Freimaurer-wuppertal.de & UBV Logo

Alle reden von Integration – die Freimaurerloge Zur Bruderkette im Wuppertal und der Unterbarmer BĂŒrger-Verein taten es.

Am 27. MĂ€rz 2019 durfte die Bruderkette zahlreiche Damen und Herren des Unterbarmer BĂŒrger-Vereins im Saal des Logenhauses an der Friedrich-Engels-Allee 165 zu ihrer diesjĂ€hrigen Mitgliederversammlung begrĂŒĂŸen.

Im Rahmen der Tagesordnung hatte der Logenmeister, Herr Ronald F., die Gelegenheit, die GÀste in das Wesen der Freimaurerei und die Geschichte der Bruderkette sowie des Logenhauses einzuweihen. Letzteres war einigen der Damen und Herren als der Ort bekannt, an dem sie sich zum ersten Mal im Rahmen der Tanzschule Wegener auf das glÀnzende Parkett begaben.

Nach der Abarbeitung der Tagesordnung der Mitgliederversammlung wurde von einigen GĂ€sten die Gelegenheit wahrgenommen, mit den anwesenden BrĂŒdern der Bruderkette das GesprĂ€ch und den Gedankenaustausch zu suchen. Wir, die BrĂŒder der Bruderkette, erfuhren vieles ĂŒber das Wesen und das Wirken des Unterbarmer BĂŒrger-Vereins und konnten auf der anderen Seite durch sachliche Information mit dem einen oder anderen Vorurteil ĂŒber die Freimaurerei aufrĂ€umen. Es ergab sich also eine erstrebenswerte „Win-Win-Situation“ fĂŒr alle Beteiligten.

Als Fazit blieb: Wir werden den Kontakt pflegen und sehen uns spÀtestens im Rahmen des Wuppertaler Langen Tisches am 29.06.2019 wieder.

 

Verfasser: HS

Besinnliches und Unterhaltsames zum Jahresausklang

Ist es möglich, dem allseits bekannten Trubel und dem Termindruck der jedes Jahr so ĂŒberraschend hereinbrechenden Vorweihnachtszeit zu entkommen?

BrĂŒder und GĂ€ste der Johannisloge Zur Bruderkette im Wuppertal e.V. waren der Meinung, dies mĂŒsse möglich sein und versammelten sich zum Jahresausklang im Clubraum des Logenhauses in der Friedrich-Engels-Allee 165, um einen besinnlichen und unterhaltsamen Abend miteinander zu verbringen.

Die Tafel im Clubraum war festlich gedeckt und fĂŒr kundige Blicke mit freimaurerischen Symbolen dezent verziert. Unser Vorsitzender Logenmeister hatte eingeladen, den Clubraum festlich eingerichtet und dann auch noch Speis und Trank vorbereitet. Alle Voraussetzungen waren also gegeben, um dem vermeintlichen und/oder tatsĂ€chlichen Alltagsstress fĂŒr ein paar Stunden zu entfliehen.

Vielleicht erscheint es in heutiger Zeit uncool, doch wir ersetzten an diesem Abend „Digitalisierung 4.0, etc.,“ durch geselliges Miteinander, KurzvortrĂ€ge unterschiedlicher Art rund um das Thema „Weihnachten“, gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern sowie natĂŒrlich dem Vorlesen der Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium. Neben der StĂ€rkung von Leib und Seele war vielleicht das Schönste an diesem Abend, dass alle Anwesenden sich gegenseitig etwas sehr Kostbares schenkten, nĂ€mlich die Zeit fĂŒreinander und miteinander da zu sein.

Rundherum zufrieden und gestĂ€rkt von dem Zusammensein in brĂŒderlicher Gemeinschaft verabschiedeten sich GĂ€ste und BrĂŒder mit dem festen Vorsatz, sich auch im kommenden Jahr Schlupflöcher im Alltagseinerlei zu schaffen und auf traditionelle Art das Miteinander zu pflegen.

Verfasser: H.S.

Französischer Abend im Logenhaus Wuppertal

Film „Mon Oncle“
Film „Mon Oncle“

Am 31. Oktober 2018 trafen sich BrĂŒder, Schwestern und GĂ€ste, um in geselliger Runde im großen Saal den Film „Mon Oncle“ von und mit Jacques Tati anzusehen.

Der im Jahre 1958 gedrehte Film zeigte in bemerkenswerter Weise auf sehr eindrĂŒckliche, humorvolle Art das SpannungsverhĂ€ltnis der Gesellschaft Frankreichs in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Auf der einen Seite die hypermoderne Welt der Familie Arpel, die in einem futuristisch gestylten und mit aller modernen Technik ausgestattetem Haus, in ihrer und ihrer gleichgesinnten Nachbarn abgeschotteten Welt lebt, auf der anderen Seite der liebenswert chaotische Onkel Hulot, der in einem ursprĂŒnglichen, typisch Pariser Quartier wohnt und nur auf sehr abenteuerliche Weise sein Mansardenzimmer erreichen kann. KĂŒhler Snobismus und anstrengende, warmherzige Nachbarschaft bilden immer wieder reizvolle Kontraste.

 

Mon Oncle (1958) – trailer

Genussvoll begleitet wurde der Blick in die Welt Tatis durch von BrĂŒdern und Schwestern gespendete GetrĂ€nke und dem Motto entsprechend vielfĂ€ltigen Leckereien aus unserem Nachbarland Frankreich.

Im Ergebnis hielten die Teilnehmenden fest: der Film fiel etwas aus dem normalen Rahmen, es war jedoch gut, ihn gemeinsam angesehen zu haben. Der Austausch ĂŒber die jeweiligen EindrĂŒcke sowie die AtmosphĂ€re des „savoir- vivre“ rundeten einen schönen Abend im Logenhaus ab.

Verfasser: HS